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Von der theoretischen Anatomie zur direkt erfahrbaren Verkörperung: Körperweisheit zwischen Osteopathie und traumainformiertem Yoga

Dieses Wochenende durfte ich zwei intensive Yogaeinheiten unterrichten, in denen ich sowohl mein osteopathisches Wissen als auch die traumainformierte Grundhaltung wunderbar einweben konnte:


Jeweils eine tiefe Einheit, die sich der Becken-und Hüftregion widmet, und den Emotionen von Existenzangst, Versorgtsein und Zugehörigkeit- der Basis des Körpers und des Seins,

Und eine über die Region rund ums Herz:

Von der Beweglichkeit des Brustkorbs zur Fähigkeit auch unsere Haltung flexibler zu gestalten und den Blick zu öffnen, ohne unseren eigenen sicheren Stand(Punkt) dabei zu verlieren. Vom spirituellen Herz, vom Wunder, zu leben, vom „ich-Sinn“ und der Weite und Freiheit in den Armen, das Leben zu be-greifen.


Für mich ist klar: was wir im Körper als „wahr“ erfahren, als wirklich selbst spürbar, das kommt soviel tiefer als eine Theorie zu lesen oder alle klugen Ratschläge.


Es berührt mich immer wieder zu sehen,

was passiert, wenn Menschen mit allem,

was sie mitbringen in einem sicher gehaltenen Raum sein dürfen: wie die Gesichter, die Gefühle, die Körper weicher, harmonischer, friedvoller und gleichzeitig kraftvoller und klarer werden.


Ich durfte auch einen Workshop halten,

in dem ich das integrative und interdisziplinäre Körperwissen rund um Niere und Blase vorstellen durfte.

Von der Erkundung der Anatomie und Physiologie mit einem besonderen Augenmerk auf die Nachbarschaftsbeziehungen über Übungen bis hin zu Methoden, wie wir uns selbst und anderen mit unseren Händen Gutes tun können.

Welche Rolle spielt das Nervensystem?

Welche Kernemotion spiegelt sich wider?

Warum müssen wir pieseln, wenn wir schwimmen gehen oder wenn wir nervös sind?

Warum gehen uns Ängste und Sorgen „an die Nieren“ und was haben Nieren und Nebennieren miteinander zu tun?

Warum macht DauerStress hohen Blutdruck und wo kommen Adrenalin und Kortisol eigentlich her?


Für mich persönlich war das ein Fest,

Ich kann es nicht anders sagen.

Ich war so müde vor den jeweiligen Blöcken-

Und danach so genährt und begeistert.

Ja, wirklich, regelrecht… funkelnd.


Das Zuhausesein im Körper und diese Faszination über all die mannigfaltigen Prozesse, die da in jedem Moment in uns ablaufen, dafür brenn ich, das gibt mir so viel.

Und es ist mir so eine Freude, das mit euch zu teilen.

Danke fürs kommen; fürs einlassen, fürs einladen, für all eure Fragen, fürs gemeinsam wachsen und lernen.


Ich möchte dieses inputreiche Wochenende abschließen mit einem Zitat, das in Jena als Graffiti an der Bahnhaltestelle steht, von der aus ich jeden Tag zur Physioausbildung gefahren bin (2008! Das ist echt schon ne Weile her, wow!)


„Bildung

ist nicht das

Befüllen von Fässern,

sondern das

Entzünden von Flammen.“


Heraklit von Ephesos

(um 520 v. Chr. – um 460 v. Chr.)

griechischer Philosoph


Ich wünsche euch allen einen feinen Start in die kommende Woche-


und wer auch Lust hat auf Bewegungseinheiten und Körperweisheiten, dem sei das Therapiewochenende sehr ans Herz gelegt.💚



Eure Michaela Braun


Osteopathin D.O.

Staatlich geprüfte Physiotherapeutin und Heilpraktikerin

Traumainformierte Begleitung


 
 
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